Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 20.05.2021

Wegen der hohen Inzidenzlage im Landkreis Tuttlingen fand die Gemeinderatssitzung vom 20.05.2021 im Webformat statt. Herr Architekt Bühler stellte den Mitgliedern des Gemeinderats den Planungsstand zum Projekt „Modernisierung und Erweiterung der Sporthalle“ vor. Die Zahl der Rettungswege wird von 2 auf 4 vergrößert, es ist ein behindertengerechter Zugang vorgesehen und der bisherige Lastenaufzug ins UG kann mit einer technischen Erneuerung weiterhin genutzt werden. Die Planung wurde auf Grundlage der Variante 2, welche vom Gemeinderat am 25.02.2021 beschlossen wurde, fortgeschrieben. Von Herrn Martin Westhauser, Fachplaner Heizung, Lüftung, Sanitär wird das Konzept der Beheizung und Lüftung der Halle erläutert. Für die Beheizung könnte eine Gasheizung mit einem Brennwertgerät oder eine Holzpelletsheizung zum Einsatz kommen. Die Investitionskosten für eine Holzpelletsheizung sind etwa 80.000 € höher als bei einer Erdgasheizung, dafür sind die Energiekosten der Pellets im Verhältnis zu Erdgas geringer. Bei der zukünftigen Betrachtung ist die Entwicklung der CO2-Bepreisung bedeutsam. Eventuell können für eine Holzpelletsheizung noch Fördermittel generiert werden. Der Gemeinderat erteilt Herrn Westhauser einen Prüfauftrag, um die Vollkosten beider Varianten (Gas, Holzpellets) gegenüber zu stellen. Herr Westhauser weist darauf hin, dass eine Holzpelletsheizung eine ständige Wartung und Reinigung erfordert und dazu Personal vorgehalten werden muss. Da der Anteil des Warmwassers an den gesamten Energiekosten kleiner als 10% ist, kann ein Blockheizkraftwerk für die Gemeindehalle im Jahresverlauf nicht wirtschaftlich betrieben werden. Auf dem Dach der Gemeindehalle soll eine Photovoltaik-Anlage errichtet werden, um mit dem ökologisch erzeugten Strom möglichst die Wärmepumpe des angrenzenden Kindergartens zu versorgen. Vom Ingenieurbüro Strehlau wurde der Bereich Elektroplanung mit Beleuchtung, den technischen Einbauten und einer Beschallungsanlage vorgestellt. Die Gemeindehalle erhält erstmals einen Breitbandanschluss. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde angeregt, eine Notstromeinspeisung für den Katastrophenfall in der Halle vorzusehen beziehungsweise auch über den Einbau eines Speichers zur Speicherung von elektrischer Energie nachzudenken. Von Herrn Strehlau wurde die Fremdeinspeisung von Strom im Katastrophenfall über einen Zapfwellengenerator empfohlen, der im Bedarfsfall mit einer Zugmaschine betrieben werden kann. Herr Roland Eppler vom Ingenieurbüro Südseite (Energieeffizienz und Energiekonzepte) informierte das Gremium über die Nutzung regenerativer Energien wie zum Beispiel Bioerdgas, PV-Strom und eine mögliche Forderung dieser Energiekonzepte von der KfW und der BAFA. Die Größe einer PV-Anlage müsste nach den Vorgaben des EWärmeG BW berechnet werden. Denkbar ist eine Anlage mit 20 KWp. Die Gesamtkosten für das Projekt „Modernisierung und Erweiterung der Sporthalle“ betragen voraussichtlich 3,4 Millionen Euro. Die Gemeinde kann aus dem Programm Investitionspakt „Sportstätten“ 1,6 Millionen Euro Fördermittel für das Projekt einsetzen. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt noch ca. 1,8 Mio €. Das ist eine Herausforderung für den Haushalt der Gemeinde Deilingen. Das Projekt „Modernisierung und Erweiterung der Sporthalle“ ist das größte Hochbauvorhaben, das die Gemeinde bisher verwirklicht hat. Das Bauprojekt soll im Jahr 2022 baulich realisiert werden. Herr Architekt Bühler weist darauf hin, dass eine Bauzeit von etwa 1,5 Jahren erforderlich ist, um dieses große Bauvorhaben realisieren zu können. Angesichts der stark steigenden Preise für Baumaterial und Baukosten ist es heute kaum möglich verlässliche Baupreise für das gesamte Projekt zu kalkulieren. Der Gemeinderat nahm vom Zwischenbericht zur Planung des Architekten und der Fachplanung HLS und Elektro einschließlich der aktualisierten Kostenschätzung Kenntnis. Durch Einsparungen und Eigenleistungen soll eine Reduzierung der Kosten angestrebt werden. Architekt und die Fachplaner wurden beauftragt, die Unterlagen für die Genehmigungsplanung zu erstellen. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll im Spätherbst 2021 mit einem Baubeginn im Frühjahr 2022 erfolgen.

Die Erschließung der Wohnbaufläche „An der Steig I“ ist bis auf den Einbau der Asphaltdeckschicht von der Firma Stingel ausgeführt worden. Die 22 Baugrundstücke im Gebiet sind bis auf zwei Baugrundstücke, die sich noch im Eigentum der Gemeinde befinden, verkauft.

Der Vorsitzende berichtet, dass im Fichtenweg durch die Firma Friedrich Stingel GmbH Straßenunterhaltungsarbeiten auf eine Länge von 100 Metern zum Preis von 18.000 € (Teilfläche des Fichtenweges vor der Böschung) ausgeführt wurden.

Die Modernisierung der Wasserversorgung, sowie der Erneuerung der Wasserleitung im Tannenweg und zum Wasserhochbehälter Nachtweide befindet sich im Bau. Zusammen mit der Erneuerung der Wasserleitung im Tannenweg wird auch eine Erdgasleitung der ERNW sowie ein Glasfaserkabel für den Breitbandausbau in unserer Gemeinde mitverlegt. Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Breitbandausbaus in unserer Gemeinde wurden Anfang Mai im Bereich der Friedhofstraße begonnen und setzen sich im Richtung der Straße „Unterm Kreuz“ fort.

In den nächsten Tagen wird der Hauptverteiler (POP) im Bereich der Grünfläche auf der Nordseite der Grundschule errichtet. Die Zusammenarbeit mit dem Beauftragten Unternehmen KTS aus Heilbronn und dem Ingenieurbüro SBK gestaltet sich gut.

Die Arbeiten zur Modernisierung und zum Anbau zum Gemeindehaus sind im ersten Obergeschoss größtenteils fertiggestellt. In den letzten Tagen wurde der Fußboden verlegt. Nun sind noch Arbeiten im Bereich Elektro und des Aufzuges auszuführen. Anschließend stehen die Arbeiten im Außenberiech des Gebäudes an.

Der Bau des Radweges zwischen Deilingen und Weilen unter den Rinnen entlang der L435 wurde am 17.05.2021 durch die Firma Strabag im Auftrag des Landes Baden-Württemberg begonnen. Auf einer Länge von 610 Metern wird entlang der L435 ein Geh- und Radweg gebaut.

Um Winterschäden an der Gemeindeverbindungsstraße nach Obernheim zu beheben, hat die Verwaltung die Firma Bimoid, Freiburg beauftragt eine Oberflächenbehandlung der Gemeindeverbindungsstraße auf einer Fläche von etwa 1600 m² vorzunehmen.

Die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes hat vom 12.03.2021 bis heute mehr als 700 Schnelltests (Bürgertests, Tests bei Schul- und Kindergartenkindern, bei Lehrern, Erziehern und kommunalen Beschäftigten) durchgeführt.

Im Bereich der Straßen Reuthof und Felsenstraße hat die Firma Walter Mängel an den im Jahren 2015 erbrachten Straßenbauleistungen im Rahmen der Gewährleistung behoben. Es wurden Risse im Fahrbahnbelag vergossen und im Bereich der Straße Reuthof wurde eine Pflasterfläche teilweise neu verlegt.

Die Deutsche Telekom wird in den nächsten Wochen die Mobilfunkeinheit auf dem Rathaus an das Netz der Telekom mit einem Glasfaseranschluss anbinden. Erst danach kann die Mobilfunkeinheit ihren Betrieb aufnehmen. Hierzu müssen Tiefbauarbeiten im Bereich des Gehweges „An der Steig“ und des Grundstücks „Rathaus“ ausgeführt werden.

Nach den Empfehlungen des Landesgesundheitsamts wurden die Mindeststandards der Sanitärausstattung in den Kindertageseinrichtungen zum 01.09.2019 erhöht. Diese Erhöhung des Standards hat für den Kindergarten St. Vinzenz zu Folge, dass die Gemeinde als Eigentümerin des Gebäudes für die zum 01.01.2021 erweiterte Betriebserlaubnis des Kindergartens zwei zusätzliche WCs und vier zusätzliche Waschplätze schaffen muss. Um diesen neuen Standard erfüllen, plant die Gemeinde einen Anbau an den Sanitärraum des Kindergartens, weil die zusätzlichen WCs und Waschplätze im bestehenden Sanitärraum leider keinen Platz finden können.

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde gebeten im Bereich des Kleinspielfeldes hinter der Halle ein Volleyballnetz aufzustellen. Der Bauhof der Gemeinde wird in den nächsten Tagen das Volleyballnetz installieren.

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde gebeten, die Spielgeräte im Bereich des Schulhofes auf mögliche Mängel oder Schäden zu prüfen. Auch dieser Aufgabe wird der Bauhof nachkommen.

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde eine Frage zur Nutzung des Schulhofes zum Basketballspielen vorgetragen. Der Vorsitzende erklärt, dass der Basketballkorb zum Gesamtkonzept des Schulhofes gehört und auch außerhalb der Schulzeit von Kindern und Jugendlichen zur aktiven Gestaltung ihrer Freizeit genutzt werden darf. Durch das Aufprallen des Balles entstehende Geräusche sind im Rahmen einer bestimmungsgemäßen Nutzung zumutbar. Der mit Sand belegte Hartplatz eignet sich Aufgrund seines Untergrundes eher nicht zum Basketballspielen.