Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 19.12.2018

Herr Revierförster Andreas Mauch berichtet den Mitgliedern des Gemeinderats, dass im Gemeindewald im Jahr 2018 von den geplanten 1500 Festmetern nur 1200 Festmeter Holz eingeschlagen wurden. Durch den Orkan Friederike ist insbesondere in Mitteldeutschland und in Norddeutschland viel Sturmholz angefallen, was zu sinkenden Preisen auf dem Holzmarkt geführt hat. Statt 92 € wie im Vorjahr konnten im Mittel nur noch 83 € je Festmeter Stammholz erzielt werden. Durch die anhaltende Trockenheit und Schädlinge wie Pilze und Käfer sind im Gemeindewald im Jahr 2018 25% Schadholz angefallen. Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre waren es nur 6% Schadholz. 1450 junge Bäume wurden gepflanzt von denen jedoch ein Teil durch die anhaltende Trockenheit ausfallen wird. Statt dem geplanten positiven Ergebnis von 9000,- € wird das Forstwirtschaftsjahr 2018 mit einem Defizit von ca. 5000,- € bis 10.000,- € abschließen. Am Wachbühlweg wurden im Jahr 2018 Unterhaltungsabreiten durchgeführt. Im Forstwirtschaftsjahr 2019 ist die Nutzung von 1500 Festmetern Holz in den Distrikten Blaidhalde, Steig, Riedertal und Wand geplant. Die Waldwege Wandweg und Riedertalweg sollen im Jahr 2019 nach den Forstarbeiten in diesen Distrikten instandgesetzt werden. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde Herr Mauch gefragt, in wieweit durch den Schneebruch im Oktober 2018 Schäden in Gemeindewald entstanden sind. Herr Mauch berichtete dazu, dass nur vereinzelt an Weiden und Birken Schneebruch entstanden ist. Private Eigentümer von Waldflächen wurden wegen der Aufforstung von Schadhölzern durch das Forstamt und Herrn Förster Mauch informiert und beraten. Der Kulturplan, der Hiebsplan und der Finanzplan für das Forstwirtschaftsjahr 2019 wurden vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das Forstwirtschaftsjahr 2019 soll einen finanziellen Überschuss von 9000,- € erbringen. Der Rechnungsabschluss der Wasserversorgung der Gemeinde Deilingen für das Jahr 2017 weist einen steuerlichen Verlust von 9209,62 € auf. Das Bilanzvolumen beträgt 1,67 Mio. €. Der Jahresabschluss der Wasserversorgung der Gemeinde Deilingen vom 31.12.2017 wurde vom Gemeinderat einstimmig festgestellt. Der Ergebnishaushalt für das Haushaltsjahr 2019 beinhaltet ordentliche Erträge von 4.640.100,- € und Aufwendungen 4.301.500,- € also ein ordentliches Ergebnis von 338.600,- €. Durch die jüngst erfolgte Senkung des Kreisumlagesatzes, durch einen erhöhten Umsatzsteueranteil und durch einen Rückgang bei der Einkommensteuer ergibt sich eine zusätzliche Ergebnisverbesserung von 38.800,- €, sodass mit einem positiven Ergebnis im Ergebnishaushalt des Jahres 2019 von 377.400,- € gerechnet wird. Im Jahr 2019 möchte die Gemeinde Deilingen insgesamt gut 2 Mio. € in die Erschließung der Wohnbaufläche An der Steig 1. Bauabschnitt, in die Modernisierung und den Anbau des Gemeindehauses, in die Neugestaltung des Kirchplatzes, in das Filmprojekt Heuberg und in den Breitbandausbau investieren. Für diese Investitionen müssen 1,3 Mio. € Finanzierungsmittel aus der Rücklage entnommen werden. Herr Kämmerer Armin Sauter erläuterte den Mittgliedern des Gemeinderats den ersten nach dem neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) aufgestellten Haushaltsplan 2019. Durch die generationengerechte Darstellung der Abschreibungen auf alle Straßen, Gebäude, öffentlichen Anlagen und Vermögensgegenstände enthält der Haushaltsplan Abschreibungen in Höhe von 828.000,- €. Davon sind 360.300,- € durch Auflösung von Sonderposten gedeckt. Der Haushalt kann ausgeglichen werden und die Abschreibungen werden voll erwirtschaftet. Die Steuerkraftsumme der Gemeinde Deilingen geht im Jahr 2019 auf 2.209.384,- € (Vorjahr 2.361.110,- €) zurück. Die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Mitglieder des Gemeinderats nahmen von drei genehmigten Baugesuchen Kenntnis. Das Land Baden-Württemberg führt aktuell das Anhörungsverfahren zum Bau des gewünschten Rad- und Gehweges von Deilingen nach Weilen unter den Rinnen durch. Es wird damit gerechnet, dass für den Bau des 450 Meter langen Radweges entlang der L 435 kein Planfeststellungsverfahren notwendig wird und das Baurecht durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 2019 erlangt werden kann. Damit könnte der Bau des Radweges grundsätzlich im Jahr 2020 erfolgen, sofern das Land Baden-Württemberg die entsprechenden Haushaltsmittel für das Projekt bereitstellt. Der Vorsitzende erklärt, dass er sich parallel zur Erlangung des Baurechts bei der Straßenbauverwaltung des Landes um die Bereitstellung der Haushaltsmittel des Landes bemühen wird. Der naturschutzrechtliche Ausgleich für den Bau des Radweges kann auf einer Brachfläche der Gemeinde im Gewann Wachbühl dargestellt werden. Der Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft (durch den Radwegbau versiegelte Fläche) wurde mit der Naturschutzbehörde und dem Forstamt bereits vereinbart. Der Gemeinderat nahm von dem Sachstandsbericht zum Bau des Radwegs von Deilingen nach Weilen unter den Rinnen Kenntnis. Zum Ende der Sitzung dankte der Vorsitzende den Damen und Herren des Gemeinderats für Ihr großes ehrenamtliches Engagement in einem arbeitsreichen Jahr 2018. Mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses, dem Ausbau der Straßen Rebbergweg und Silcherstraße, der Modernisierung des Gebäudes Hauptstraße 62 (Arztpraxis und Wohnung), sowie der Unterhaltung der Gemeindeverbindungsstraße nach Obernheim konnten wichtige Infrastrukturprojekte verwirklicht werden. Herr Bürgermeisterstellvertreter Alwin Meicht dankte dem Bürgermeister und dem gesamten Mitarbeiterteam der Gemeinde für ihren engagierten Dienst und die erfolgreiche Zusammenarbeit.