Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 17.05.2018

Im Rahmen einer Ortsbesichtigung informierte Herrn Architekt Martin Bühler die Mitglieder des Gemeinderats über den Stand der Bauarbeiten zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Gartenstraße 17. Die Fenster, Tore und Außentüren des Gebäudes sind eingebaut, die Außenfassade ist hergestellt. Aktuell werden im Innenbereich des Gebäudes die Malerarbeiten durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Eigenleistung ausgeführt. Dabei wird die Feuerwehr durch die Firma AMS Malerwerkstätte aus Deilingen tatkräftig unterstützt. Nach Abschluss der Malerarbeiten werden die Fliesen verlegt, die Türen gesetzt, Decken montiert und die Elektroarbeiten fortgesetzt. Danach folgt die Verlegung der Böden. Die Mitglieder des Gemeinderats nehmen vom Stand der Bauarbeiten Kenntnis und freuen sich über die Eigenleistungen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zum Gelingen des gesamten Projekts. Die Herstellung der Außenanlagen (Garten- und Landschaftsbauarbeiten) werden der Firma Schöppler aus Meßkirch als günstigster Bieterin zur Angebotssumme von 124.485,90 € übertragen. Die Fertigstellung der Außenanlagen ist bis Ende 2018 vorgesehen. Die Kostenschätzung des Architekten für das Gewerk Außenanlagen beträgt 140.000 €. Die Zufahrt zum Feuerwehrgerätehaus und der Platz vor der Fahrzeughalle wird bituminös befestigt. Für die Parkflächen wählt der Gemeinderat ein graues Betonpflaster der Firma Braun mit den Maßen 15 x 30 cm mit 8 mm Splittfuge aus. Mit dieser Fugenbreite kann ein größerer Teil des anfallenden Oberflächenwassers im Erdreich versickern.

Aus der Mitte des Gemeinderats wird gefragt, ob im Bereich der Außenanlagen auch eine Bepflanzung vorgesehen ist. Der Vorsitzende erläutert dazu, dass im Randbereich des Grundstücks als Übergang zu den bestehenden Grünflächen eine Bepflanzung geplant ist, welche die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Obst – und Gartenbauverein in Eigenregie anlegen möchte. Auf Nachfrage eines interessierten Bürgers erläutert Herr Architekt Bühler, dass es sich bei einem Feuerwehrgerätehaus um ein Bauwerk zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit im Katastrophenschutzfall handelt. Zum Bau dieser Gebäude gibt es eine Richtlinie nach der die tragenden Bauteile der Fahrzeughalle mit einem Anprallschutz ausgestattet werden müssen. Der Anprallschutz wurde beim Feuerwehrgerätehaus in Form von runden Betonpfeilern ausgeführt. Die Lieferung und Montage der Photovoltaikanlage für das Gebäude wird der Firma Schnekenburger Dach und Wand aus Deilingen zur Angebotssumme von 16.755,15 € übertragen. Die Photovoltaikanlage versorgt die Wärmepumpe und die elektrischen Geräte des Gebäudes mit regenerativ erzeugtem Ökostrom. Zum Tagesordnungspunkt Modernisierung und Anbau an das Gemeindehaus „Im Dörfle 20“ zur Erweiterung des Proberaums für den Musikverein begrüßt der Vorsitzende neun Mitglieder des Musikvereins Deilingen-Delkhofen e. V. Der Musikverein wünscht sich von der Gemeinde einen größeren Proberaum, da dieser für 70 Musikerinnen und Musiker nicht mehr ausreichend ist. Der bisherige Proberaum im 1. OG des Gebäudes, Gemeindehaus Im Dörfle 20 hat eine Fläche von 143 m² inklusive Dachschrägen. In der Gemeinderatssitzung vom 21.03.2018 wurde das Gemeindehaus und das Gebäude Hauptstraße 1 (Feuerwehrmagazin, Altbestand) besichtigt. Der Gemeinderat hat dabei folgende Prüfaufträge vergeben.

  1. Vergrößerung der Variante Anbau an das Gemeindehaus Im Dörfle 20 mit Lastenaufzug, ohne Einhausung des Eingangs, Kostenermittlung für diese Variante, eine Einhausung des Eingangs könnte zu einem späteren Zeitpunkt in Eigenleistung durch den Musikverein dargestellt werden.
  2. Prüfung der Nutzung der zum Jahresende 2018 freiwerdenden Gerätehalle der Feuerwehr im Gebäude Hauptstraße 1, statische Prüfung, Kostenschätzung
  3. Prüfung der Mehrkosten für einen Anbau an die Gemeindehalle im Zusammenhang mit der zukünftig vorgesehenen Modernisierung und Anbau an die Gemeindehalle (Toiletten, Lagerfläche für Sportgeräte) mit der vom Musikverein benötigten zusätzlichen Fläche.

Herr Architekt Bühler erläutert, dass die Nutzung der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr nach deren Auszug aus dem Gebäude Hauptstraße 1 mit Umkleidebereichen in Bezug auf die Nutzfläche für den Musikverein zu klein ist und statische Veränderungen (Herausnehmen einer Zwischenwand) nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand im Bestand des Gebäudes Hauptstraße 1 möglich wäre. Daher stellt die Nachfolgenutzung der Fahrzeughalle keine Alternative dar, die der Aufgabenstellung (größerer Proberaum für den Musikverein) gerecht wird. Ein vergrößerter Anbau an das Gemeindehaus auf der Nordseite des Gebäudes würde eine zusätzliche Fläche von 98 m² beinhalten. Kosten einschließlich Lastenaufzug und offener Treppe: 395.000 €. Die Modernisierung und der Anbau des Gemeindehauses wären im Rahmen des Landessanierungsprogramms innerhalb des Bewilligungszeitraums bis zum Jahr 2021 mit 36 % der Baukosten förderfähig. Der Anbau eines Proberaums an die Gemeindehalle mit insgesamt 200 m² auf der Südseite der Halle kostet ca. 425.000 € zuzüglich weiterer Kosten für die Neugestaltung der Außenanlagen, sowie die Erstellung eines neuen Zugangsweges von der Grundschule zur Halle. Durch den skizzenhaft dargestellten Anbau an die Halle (Südseite) wäre das Spiel- und Freizeitgelände mit Hartplatz, der für den Schulsport und auch als Fläche für das Dorffest u.a. genutzt wird, sowie die Zugänglichkeit zur Südseite der Halle für Getränkeanlieferungen u.a. deutlich eingeschränkt. Aus der Mitte des Gemeinderats wird vorgetragen, dass der skizzenhaft dargestellte Anbau auf der Südseite viele Nachteile für die Belieferung der Halle, den angrenzenden öffentlichen Spiel- und Sportbereich, die Wegeverbindung zur Grundschule und den Parkraum zur Folge haben würde. Zudem würde wertvolle öffentliche Fläche für das Dorffest und den Schulsport verloren gehen. Mit einem Anbau von ca. 200 m² für den Musikverein auf der Südseite der Halle würde sich das mittelfristig geplante Projekt Anbau – und Modernisierung der Gemeindehalle auf etwa 3,5 Millionen Euro verteuern. Der Bürgermeister erklärt hierzu, dass dieses Projekt erst mittelfristig und vor allem erst nach einer gesicherten Finanzierung einer Realisierung zugeführt werden kann. Im Gemeinderat werden die einzelnen Alternativen und deren Auswirkungen kontrovers diskutiert. Der Musikverein ist bereit sich durch die Einbringung von Eigenleistungen und einem Kostenanteil an dem Projekt zu beteiligen. Die Gemeinde möchte den Musikverein bei seinem Wunsch unterstützen, zeitnah eine Vergrößerung des Proberaums zu erreichen. Mit sieben Ja- Stimmen einer Nein-Stimme und einer Enthaltung entscheidet sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Variante 4, Anbau an das Gemeindehaus Im Dörfle 20 zur Realisierung des Raumwunsches des Musikvereins. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Kostenaufteilungsvertag über das Projekt mit dem Musikverein zu erarbeiten.

Aktuell wird der Regenwasserkanal, der Schmutzwasserkanal und die Wasserleitung im Rebbergweg, sowie in einem Teilstück der Silcherstraße erneuert. Zusammen mit den Straßenbauarbeiten wird eine neue Straßenbeleuchtung im Rebbergweg installiert. Die Arbeiten zur Herstellung der neuen Straßenbeleuchtung im Rebbergweg werden der Firma Artur Reiner zur Angebotssumme von 10.349,61 € brutto übertragen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 231 Kinder- und Jugendliche in den Vereinen und Organisationen mit einem Gesamtbetrag (Förderung der Jugendarbeit) von 5.000 € durch die Gemeinde Deilingen gefördert. Dies entspricht einer Förderung von 21,65 € je Kind und Jugendlichem im Jahr 2017. Der Vorsitzende unterrichtet den Gemeinderat darüber, dass die Straßenbauarbeiten im Rebbergweg durch die Firma Koch aus Ratshausen mit zweiwöchiger Verzögerung begonnen wurden und bis Ende Oktober 2018 vollständig abgeschlossen sein sollen. Die Arbeiten zur Herstellung des Parkplatzes beim Rathaus sind schon im Jahr 2017 durch die Firma Walter, Trossingen abgeschlossen worden. Die Schlussrechnung der Firma Walter steht noch aus. Die Arbeiten zur Herstellung des Misch- und Sondergebiets Bitze sind bis auf zwei kleinere Restarbeiten durch die Firma Moser abgeschlossen worden. Die Schlussrechnung wird in der 2. Jahreshälfte 2018 erwartet. Die Arbeiten am Kanal, der Wasserleitung und der Straßenoberfläche in der Felsenstraße (mittlerer Teil) wurden von der Firma Koch in diesen Tagen abgeschlossen. Im Gemeindegebiet wurden Straßenunterhaltungsarbeiten durch die Firma Stingel, (Anhebung und Sanierung von Abwasser,-Wasser – und Straßeneinlaufschächten für das Oberflächenwasser der Straße) ausgeführt. Zudem wurden in mehreren Straßen im Gemeindegebiet durch die Firma Dieringer und Stark Risse in der Fahrbahn vergossen. Ein Teilstück der Gemeindeverbindungsstraße nach Obernheim muss zur Sanierung der aufgetretenen Winterschäden mit einer Oberflächenbehandlung überzogen werden. Die Arbeiten werden in der Weise ausgeführt, dass die Firma Deutsche Bimoid GmbH aus Freiburg die Straßenoberfläche mit einer Bitumenemulsion überzieht und diese Fläche anschließend mit Splitt bestreut. Die Jagdpächter der Gemeinde Deilingen haben im Jagdjahr 2017/2018 von den festgesetzten 45 Stück Rehwild tatsächlich 44 Stück erlegt. Bis auf einen kleineren Bereich sind im Gemeindewald keine nennenswerten Schäden durch Wildverbiss (Verbiss an jungen Bäumen) festgestellt worden. Das Forstwirtschaftsjahr 2017 schließt mit Einnahmen in Höhe von 134.478,32 € und Ausgaben von 93.687,40 € ab. Dies ergibt einen Überschuss von 40.790,92 €. Der Planansatz für den erwarteten Überschuss betrug 11.000 €. Der Vorsitzende gibt einen Auszug aus der polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2017 für die Gemeinde Deilingen bekannt. Die Aufklärungsquote im Jahr 2017 hat sich gegenüber dem Jahr 2016 von 64,3 % auf 60 % verringert. Die Häufigkeitszahl (Anzahl der Straftaten je 100.000 Einwohner) hat von 813 im Jahr 2016 auf 587 im Jahr 2017 abgenommen. Dies ist insgesamt ein erfreuliches Ergebnis. Aus der Mitte des Gemeinderats wird darum gebeten, die Begrenzungssteine entlang einer Parkfläche bei der Schule zu entfernen und die Parkfläche evtl. mit einer Hecke zu umranden. Der Vorsitzende sichert eine Prüfung zu. Aus dem Gemeinderat wird darum gebeten, auf dem Verbindungsweg zwischen der Bergstraße und dem Gebäude Felsenstraße 9 die in den Weg ragenden Äste zu entfernen. Der Vorsitzende dankt für den Hinweis und wird sich um die Angelegenheit kümmern. Aus dem Gemeinderat wird gefragt, ob zwischenzeitlich Mitarbeiter für die verlässliche Grundschule, den betreuten Mittagstisch und die Hausaufgabenbetreuung der Schüler der Grundschule gefunden werden konnten. Der Bürgermeister berichtet, dass nach einer intensiven Personalsuche zwei Bewerbungen für diese Aufgabenstellung eingegangen sind und damit ab dem neuen Schuljahr die verlässliche Grundschule, die Hausaufgabenbetreuung und der betreute Mittagstisch für die Schulkinder in den Räumlichkeiten der Grundschule angeboten werden kann. Aus personellen, rechtlichen und räumlichen Begebenheiten, war es leider nicht mehr möglich, dieses Angebot für die Grundschüler im Gebäude des Kindergartens St. Vinzenz durch die Erzieherinnen des Kindergartens St. Vinzenz anzubieten. Um das Angebot für die Kinder und Eltern weiterhin aufrecht zu erhalten, wird die Gemeinde dieses Betreuungsangebot ab September 2018 in Eigenregie im Grundschulgebäude mit Mitarbeiterinnen der Gemeinde gestalten. Zusätzlich soll auch eine Ferienbetreuung in den Pfingst-, Sommer- und Herbstferien angeboten werden.