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Hauptsatzung
Gemeinde Deilingen
Landkreis Tuttlingen


Hauptsatzung


Auf Grund des § 4 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg – GemO – hat der Gemeinderat der Gemeinde Deilingen am 21.01.2010 folgende Hauptsatzung beschlossen:

I. Form der Gemeindeverfassung

§ 1
G
emeinderatsverfassung

Verwaltungsorgane der Gemeinde sind der Gemeinderat und der Bürgermeister.



II. Gemeinderat

§ 2
R
echtsstellung, Aufgaben und Zuständigkeiten

Der Gemeinderat ist die Vertretung der Bürger und das Hauptorgan der Gemeinde.

Er legt die Grundsätze für die Verwaltung der Gemeinde fest und entscheidet über alle Angelegenheiten der Gemeinde, soweit nicht der Gemeinderat den Ausschüssen oder dem Bürgermeister bestimmte Angelegenheiten übertragen hat oder der Bürgermeister kraft Gesetzes zuständig ist. Der Gemeinderat überwacht die Ausführung seiner Beschlüsse und sorgt beim Auftreten von Missständen in der Gemeinde für deren Beseitigung durch den Bürgermeister.

§ 3
Z
usammensetzung

Der Gemeinderat besteht aus dem Bürgermeister als Vorsitzendem und den ehrenamtlichen Mitgliedern (Gemeinderäte).



III. Bürgermeister

§ 4
Rechtsstellung

Der Bürgermeister ist hauptamtlicher Beamter auf Zeit.

§ 5
Zuständigkeiten

(1) Der Bürgermeister leitet die Gemeindeverwaltung und vertritt die Gemeinde. Er ist für die sachgemäße Erledigung der Aufgaben und den ordnungsgemäßen Gang der Verwaltung verantwortlich und regelt die innere Organisation der Gemeindeverwaltung. Der Bürgermeister erledigt in eigener Zuständigkeit die Geschäfte der laufenden Verwaltung und die ihm sonst durch Gesetz oder den Gemeinderat übertragenen Aufgaben. Weisungsaufgaben erledigt der Bürgermeister in eigener Zuständigkeit, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Dies gilt auch, wenn die Gemeinde in einer Angelegenheit angehört wird, die aufgrund einer Anordnung der zuständigen Behörde geheimzuhalten ist.

(2) Dem Bürgermeister werden folgende Aufgaben zur Erledigung dauernd übertragen, soweit es sich nicht bereits um Geschäfte der laufenden Verwaltung handelt:
2.1       die Bewirtschaftung der Mittel nach dem Haushaltsplan bis zum Betrag von 
            15.000,00 € im Einzelfall,
2.2       die Zustimmung zu überplanmäßigen und außerplanmäßigen Ausgaben bis zu    5.000,00 € im Einzelfall,
2.3       die Ernennung, Einstellung und Entlassung und sonstige personalrechtliche 
            Entscheidungen von Aushilfsbeschäftigten, Beamtenanwärtern, Praktikanten, 
            Auszubildenden und anderen in Ausbildung stehenden Personen,
2.4      die Gewährung von unverzinslichen Lohn- und Gehaltsvorschüssen sowie             Unterstützungen und von
           Arbeitgeberdarlehen im Rahmen der Richtlinien,
2.5       die Bewilligung von nicht im Haushaltsplan einzeln ausgewiesenen          Freigebigkeitsleistungen bis zu 1.500,00
           €
im Einzelfall,
2.6       die Stundung von Forderungen im Einzelfall,
2.6.1.    1 bis zu 3 Monaten in unbeschränkter Höhe,
2.6.2.    über 3 Monate bis zu 6 Monaten bis zu einem Betrag von 3.000,00 €,
2.7       den Verzicht auf Ansprüche der Gemeinde und die Niederschlagung solcher        Ansprüche, die Führung von
            Rechtsstreiten und den Abschluss von   Vergleichen, wenn der Verzicht oder die Niederschlagung, der Streitwert
            oder       bei Vergleichen das Zugeständnis der Gemeinde im Einzelfall nicht mehr als             1.500,00 € beträgt,
2.8       die Veräußerung und dingliche Belastung, den Erwerb und Tausch von     Grundeigentum oder
            grundstücksgleichen Rechten, einschließlich der        Ausübung von Vorkaufsrechten, im Wert bis zu 15.000,00
            € im Einzelfall,
2.9       Verträge über die Nutzung von Grundstücken oder beweglichem Vermögen          bis zu einem jährlichen Miet-
             oder Pachtwert von 2.500,00 € im Einzelfall,
2.10      die Veräußerung von beweglichem Vermögen bis zu 15.000,00 € im Einzelfall,
2.11      die Bestellung von Bürgern zu ehrenamtlicher Mitwirkung sowie die          Entscheidung darüber, ob ein wichtiger
             Grund für die Ablehnung einer solchen ehrenamtlichen Mitwirkung vorliegt,
2.12      die Zuziehung sachkundiger Einwohner und Sachverständiger zu den       Beratungen einzelner Angelegenheiten
             im Gemeinderat,
2.13      die Beauftragung der Feuerwehr zur Hilfeleistung in Notlagen und mit       Maßnahmen der Brandverhütung im
             Sinne des § 2 Abs. 2         Feuerwehrgesetz.



IV. Schlussbestimmungen

§ 6
Inkrafttreten


Diese Hauptsatzung tritt am 01.03.2010 in Kraft. Zum gleichen Zeitpunkt tritt die bisherige Hauptsatzung vom 24.07.1990 mit ihren Änderungen außer Kraft.


Deilingen, den 26.01.2010

Ragg, Bürgermeister