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Leader ist ein Förderprogramm der EU und des Landes Baden-Württemberg (Abkürzung für „Liaison Entre Actions de Développement de l´Economie Rurale" oder Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).
Durch die LEADER-Förderung sollen innovative Strategien und Projekte in ländlichen Gebieten unterstützt werden. Hierzu wurde ein Regionales Entwicklungskonzept, überschrieben mit dem Motto „Lebenswerter Ländlicher Raum“ für das LEADER-Aktionsgebiet SüdWestAlb erarbeitet, das die Grundlage für die Förderung darstellt.
In die Förderperiode 2007 – 2013 wurden insgesamt 8 Gebiete in Baden-Württemberg aufgenommen.
Diese sind: Brenzregion, Limesregion, Oberschwaben, Nordschwarzwald, Südschwarzwald, Neckar-Odenwald-Tauber, Mittlerer Schwarzwald und SüdWestAlb
Gerne können Sie mehr erfahren. Schauen Sie doch auf: Leader SüdWestAlb einfach mal vorbei.
Kontakt: Landratsamt Zollernalbkreis Kommunalamt LEADER-Geschäftsstelle Hirschbergstr.29 72336 Balingen
Tel.: 07433/92-1126 Fax: 07433/92-1666 Mail:
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LEADER bietet je nach Art des Projektes Fördermöglichkeiten von 10 % - 75 % der Nettokosten. Private und privatgewerbliche Projekte können dabei maximal 30% Förderung erhalten, kommunale Projekte zwischen 55%, in Einzelfällen 75%.
Im Gegensatz zu vielen anderen Förderprogrammen gibt es bei LEADER keine Antragsfristen. Förderanträge können jederzeit bei der Geschäftsstelle eingereicht werden. Bitte wenden Sie sich einfach an uns, wir unterstützen Sie hierbei gerne.
Um in den Genuss von LEADER-Fördermitteln zu gelangen, müssen die Projekte im LEADER-Gebiet SüdWestAlb liegen.
Zudem müssen sie in den unten stehenden Strategischen Entwicklungsplan passen.
Da die Projekte über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und die Landschaftspflegerichtlinien (LPR) umgesetzt werden, müssen die Projekte auch einer dieser Richtlinien entsprechen.
Die LEADER-Förderung ist zudem subsidiär, das heißt: Gibt es eine Fördermöglichkeit durch andere Programme, ist eine Förderung über LEADER ausgeschlossen.
Nach dem Eingang der Anträge werden diese durch die Geschäftstelle auf ihre Vollständigkeit geprüft. In enger Abstimmung mit den vorgeschalteten Stellen, Regierungspräsidium, Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume (LEL) und bei Leitprojekten dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) werden dann die Fördermöglichkeiten geprüft.
Im Anschluss daran entscheidet die Lokale Aktionsgruppe (LAG) auf der Grundlage der Zielsetzungen im REK über den Antrag.
Erst dann kann eine Bewilligung durch das zuständige Regierungspräsidium erfolgen und mit dem Projekt begonnen werden.
Zeitungsartikel aus dem "Heuberger Bote" (Erschienen: 25.09.2008)
DEILINGEN - Den Ländlichen Raum mit noch mehr Leben füllen - das will das EU-Programm Leader. Am Dienstagabend ist nun der Startschuss gegeben worden für das Leader-Leitprojekt "Leben im Dorf", an dem sich zehn Orte aus dem Zollernalbkreis und neun aus dem Landkreis Tuttlingen beteiligen wollen.
Von unseren Redakteurin Tanja Knieler
Für einen Abend war Deilingen das Zentrum. Zumindest das Zentrum der Leader-Gebietskulisse, die aus Teilen des Landkreises Tuttlingen und des Zollernalbkreises besteht. "Deilingen liegt genau in der Mitte zwischen Bad Imnau und Geisingen", freute sich Deilingens Bürgermeister Albin Ragg, dass seine Gemeinde die "Hauptstadt" der Leader-Gebietskulisse Südwestalb sei.
Ragg war aber nicht der einzige Komunalpolitiker aus dem Landkreis. Großer Bahnhof war angesagt bei der Auftaktveranstaltung für das Leader-Leitprojekt "Leben im Dorf". Viele Bürgermeister, Gemeinderäte, Rathausmitarbeiter hatten "den weiten Weg nach Deilingen auf sich genommen", wie Landrat Guido Wolf lobend betonte, um bei der Auftaktveranstaltung für das Leader-Leitprojekt "Leben im Dorf" dabei zu sein. Kein Wunder, richtete sich doch die Einladung zu der Veranstaltung in Deilingen in erster Linie an die Kommunalpolitiker. "Sie sollen dann die Leader-Idee nach draußen tragen, sollen Multiplikator sein", wie Markus Münch, Leiter der Leader-Geschäftstelle, betonte.
Die Dörfer voranbringen
Ziel des Leader-Projekts ist es, gemeinsam mit den Bürgern Ideen zu entwickeln, wie die Dörfer vorangebracht, sie fit für die Zukunft gemacht werden können. Oder wie es Landrat Giudo Wolf sagte: "Der Ländliche Raum soll mit noch mehr Leben gefüllt werden." Der Ländliche Raum müsse den Menschen Arbeit, Heimat und Zukunft bieten können. Dazu müssten die innerörtlichen Entwicklungspotenziale erschlossen werden. Aber nicht ohne die Menschen vor Ort: "Bürgerbeteiligung ist eines der Zauberworte in diesem Prozess."
Im Dialog mit der Bevölkerung soll eine Imagekampagne gestartet werden, eine Werbekampagne für den Ländlichen Raum. Und das eben über die Kreisgrenzen hinweg. "Gemeinsam können wir unsere Stärken entdecken und weiterentwickeln." Und eine dieser Stärken sei eben das bürgerschaftliche Engagement, das es schon gebe und auf das man aufbauen könne. Auch Dr. Georg Ris vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum betonte, dass es wichtig sei, die Bürger für das Leader-Projekt zu gewinnen. Genauso Günther-Martin Pauli, Landrat des Zollernalbkreises: "Leader ist eine Chance, gemeinsam mit dem Bürger Projekte auf den Weg zu bringen, um intakte, lebendige Ortskerne zu erhalten."
Josef Rott von der Technischen Universität München stellte verschiedene Möglichkeiten vor, was eine Bürgerbeteiligung schon während der Planungsphase erreichen kann. Manfred Streng, Bürgermeister der mittelfränkischen Gemeinde Langenfeld, referierte über das Mehrgenerationenhaus "Dorflinde", das demnächst in seiner Gemeinde offiziell eingeweiht wird und in dem Kinderbetreuung, die Koordination von Nachbarschaftshilfen, ein Tagescafé, und und und Platz finden.
Landrat Guido Wolf zeigte sich zufrieden mit der Auftaktveranstaltung. "Jetzt geht es darum, die Chance, die uns das Leader-Projekt eröffnet, auch zu nutzen."


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